Leinen - eine ganz besondere Naturfaser



nachhaltig | natürlich | regional


Leinen kann als einziger Stoff vom Anbau, bis zum fertig gewebten Produkt ausschließlich in Europa hergestellt werden.

So können totale Transparenz und kurze Lieferwege garantiert werden.

Die Pflanze wächst sehr gut auf kargen Böden. Es werden also keine künstlichen Bewässerungsanlagen benötigt. Auch ohne eine Behandlung von Pestiziden oder Düngemittel wächst sie schnell.

Leinen ist ein perfektes Produkt, für alle, die auf eine nachhaltige Lebensweise achten. Es ist langlebig, biologisch abbaubar und kann recycelt werden.


Geschichte

Leinen wurde bereits vor tausenden von Jahren von den Ägyptern und anderen alten Kulturvölkern angebaut. Bereits die Römer lieferten exakte Anleitungen über Anbau- und Erntemethoden, die sich von den heutigen wenig unterscheiden.


Herstellung

Leinenfasern werden aus dem Stengel der Flachspflanze gewonnen.

Nach der Ernte, werden diese Stengel ausgekämmt, wodurch Faserbündel entstehen.

Diese werden nun zu Garn versponnen. Das Garn wird dann in einer Weberei zu Stoffen gewebt.


Eigenschaften

Leinen ist ein langlebiges und robustes Material. Die Faser ist sehr strapazierfähig und reißfest. Dadurch aber auch knitteranfällig.

Das Besondere: Es fühlt sich im heißen Sommer kühlend und erfrischend an. Im Winter, bei trockenen Temperaturen aber wärmend.

Es ist hautfreundlich, atmungsaktiv und antibakteriell. Perfekt für Allergiker.

Auch für Home-Produkte eignet sich der Stoff hervorragend, da er Feuchtigkeit transportiert und für ein gutes Raumklima sorgt.

Außerdem ist Leinen sehr saugfähig, es nimmt Feuchtigkeit gut auf und gibt es schnell an die Umgebung ab. Ideal für Handtücher.

Optik

Leinen knittert stark und hat eine unebene Oberfläche durch natürliche Verdickungen im Garn. Dies empfinde ich aber nicht als negativ. Diese Optik verleiht dem Produkt eine natürliche und authentische Note.

Pflege

Leinen ist sehr pflegeleicht. Möchte man lange Freude an seinem Naturprodukt haben, sind jedoch ein paar Dinge zu beachten.


Einsprung



Leinen benötigt viel Wasser

Es wird empfohlen das neue Leinenprodukt erstmal ein paar Stunden in Wasser einzuweichen. So kann die Feuchtigkeit gut in die Faser einziehen und aufquellen.

Beim Waschen, die Trommel nur halb befüllen und wenn möglich ein „Wasser -Plus“ Program verwenden. Die Wäsche sollte gut im Wasser schwimmen.

Wird mit zu wenig Wasser gewaschen, kann das Material zu wenig Feuchtigkeit aufnehmen und reibt an der Trommel. Die Faser wird zerstört und es entstehen Schäden im Gewebe.

Temperatur & Schleudern

Weißes- und Naturleinen kann ausgekocht werden. Aber Achtung: Es entsteht ein größerer Einsprung.

Farbiges Leinen bei 30°- 60°C waschen

Den Schleudergang auf 400-600 Umdrehungen einstellen. Das schont die Faser und minimiert ein wenig die Knittereigenschaft.

Waschmittel

Unbedingt ein neutrales, flüssiges Waschmittel ohne optische Aufheller oder Bleichmittel verwenden.

Trocknen

Die Wäsche auf keinen Fall in den Trockner geben. Die Reibung beschädigt das Gewebe.

Leinen sollte an der Luft getrocknet werden. Darauf achten, dass die Wäsche möglichst glatt hängt. Das verhindert knittern und spart Zeit beim Bügeln.

Bügeln

Trockene Hitze beschädigt die Fasern. Deshalb das Leinen im noch leicht nassen Zustand mit größer Hitze und Dampf bügeln.

Leinen ist ein echter Alleskönner und ein ganz besonderes Naturprodukt. Durch seine vielseitigen Eigenschaften und neutrale Optik ein zeitloser Klassiker.

Bei richtiger Pflege hat man sein ganzes Leben Freude an seiner Leinenware.


46 Ansichten0 Kommentare